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Die Geschichte
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Roßla

Die ehemalige Residenz Roßla liegt mitten in der "Goldenen Aue", einem malerischen Landstrich im Tal der Helme zwischen dem Kyffhäuser und dem Harz. Zahlreiche Baudenkmäler, verwinkelte Gassen und romantische Orte laden zum Verweilen, Träumen oder Genießen ein.

 

Unser besonderer Dank gilt an dieser Stelle Michael Mathias für die schönen Bilder!

 

Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Sangerhausen

(Halle - 1882)

 

Unter "Rosla" ist zu lesen:

Großes Pfarrkirchdorf, Station der Halle-Casseler Eisenbahn, 15 km westlich von Sangerhausen an der Helme. Residenz der Grafen von Stolberg-Rosla seit Begründung dieser Linie im Jahre 1706. War in ältester Zeit im Besitz der Grafen von Nordheim, dann der Grafen von Rothenburg, nach deren Aussterben es an die Grafen von Beichlingen kam. Von diesen erwarben es die Stolberger Grafen. – Das Dorf enthält nichts Bemerkenswertes aus älterer Zeit. Zu der im gotischen Stil erbauten Trinitatiskirche wurde am 19. August 1868 der Grundstein gelegt und am 21. Oktober wurde sie eingeweiht. Von ihrer Vorgängerin ist noch der Turm erhalten worden, der einige im gedrückten Spitzbogen gedeckte, jetzt größtenteils vermauerte Fenster enthält. Die Schlossgebäude rühren mit Ausnahme des Unterteils des Turmes aus den letzten beiden Jahrhunderten her.

 

Sachsen-Anhalt II – Regierungsbezirke Dessau und Halle

(Deutscher Kunstverlag - 1999)

 

Rossla Lkr. Sangerhausen.

Inv. Prov. Sachsen, Sangerhausen

Urkundlich 996 erwähnt. Bis 1140 im Besitz der Grafen von Northeim bzw. Beichlingen, 1208 an die Grafen von Rothenburg, 1303 an die Grafen von Hohnstein und Stolberg, seit 1341 im alleinigen Besitz der letzteren. Den Kern des Orts bildeten eine Wasserburg (anstelle des heutigen Schlosses) und ein gräfliches Vorwerk (im Bereich der Kirche). Mittelalterliche Befestigungen mit zwei Toren (Verlauf im Norden und Osten heutige Promenade, im Westen Kyffhäuserstraße, im Süden durch Helme und Mühlgraben geschützt). Großbrände 1656 und 1683. Ab 1706 Residenz der Grafen zu Stolberg-Roßla.

 

Ev. Kirche St. Trinitatis.

MMKirche1Neugotischer Quaderbau, 1868-72 vom Baumeister Ferdinand Wendeler, Köln – der Turm des Vorgängerbaus mit zugesetzten Spitzbogenfenstern erhalten. Chor mit 5/8 – Schloß und seitlichen Anbauten, Querhaus und quadratischer, von seitlichen Anbauten flankierter Westturm, sein Obergeschoß achteckig, darüber Helm. – Innen. Rippengewölbe im Chor, Netzgewölbe in der Vierung, sonst Kreuzgratgewölbe, Hufeisenempore im Schiff, über dem südl. Choranbau Patronatsloge. Bauzeitlich die Buntglasfenster und die Ausstattung von Franz Dahme, Warburg: Sandsteinretabel auf dem Altar mit von Heiligen flankiertem Abendmahlsrelief und bekrönendem Kruzifixus, Sandsteinkanzel mit Reliefdarstellungen Christi und der vier Evangelisten sowie Sandsteintaufe. Im Triumphbogen qualitätvoller hölzerner Kruzifixus, um 1700. Orgel von Julius Strobel, Bad Frankenhausen.

 

Schloß.

Klassizistischer Neubau 1827-31 anstelle einer mittelalterlichen Wasserburg um unregelmäßigen quadratischen Hof; lediglich der quadratische Turm in einer Ecke des Hofs im Kern wohl noch mittelalterlich (Bergfried), sein achteckiger Aufsatz mit Haube und Laterne 1788. – Im Innern Treppenhaus mit doppelläufiger Treppe, die Brüstung in gotisierenden Formen. In einigen Räumen klassizistische Stuckdekorationen erhalten.

 

Ehem. Polizeiratsamt (Hallesche Str. 66).

Spätklassizistischer eingeschossiger Putzbau, der Mittelrisalit als Säulenportikus gestaltet.

 

Ehem. Zeughaus (Hallesche Str. 25).

Eingeschossiger Barockbau von 1719, Quadermauerwerk aus Sandstein, Rundbogenfenster.

 

Ehem. Rentamt (Helmestraße).

Winkelhakenförmige Anlage von straßen- und stadtbildprägender Bedeutung. Das Hauptgebäude entlang der Helmestraße zweigeschossig. Obergeschoß in Sichtfachwerk mit reich profilierter Schwelle. Rundbogige Toreinfahrt, daneben Sitznischenportal; auf der Hofseite Treppenturm, 1683.

 

Wittumshof (Kyffhäuser Str. 17).

Eine der größten unversehrt erhaltenen Hofanlagen Roßlas. Wohnhaus in zweigeschossiger Bruchstein-Fachwerkkonstruktion des frühen 19. Jh. Mit aufwendigen hölzernen Fensterfaschen und –verdachungen.

 

Ehem. Meierhof, später fürstliches Sekretär- und Kutscherhaus (Wilhelmstr. 49). Zweigeschossiger Fachwerkbau, M. 18. Jh.

 

Ehem. Gasthof (Wilhelmstr. 1).

MMWappenSchuleSchlichter, aber wirkungsvoller zweigeschossiger Putzbau, 1823. Die mittleren drei Achsen als Risalit leicht vorgezogen und übergiebelt, im Giebelfeld Wappenmalerei.

 

 

 

 

 

Ehem. Wohnhaus des Amtsrats von Sohlen (Wilhelmstr. 6). Zweigeschossiger Putzbau, nach 1682 errichtet, Haustür um 1800.

 

 

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