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Die Geschichte...

AK01831Roßla ist eine Ortschaft mit einer bewegten Geschichte. In diesem Bereich erfahren Sie die Geschichten, in denen die historischen Gebäude eingebettet waren. Begleiten Sie uns von den Anfängen der einst mächtigen Grafen von Stolberg bis zu deren Erhebung in den Reichsfürstenstand. Sie lesen Anekdoten vom Einfluss der preußischen Vorherrschaft oder Erzählungen aus der sowjetischen Besatzung bis zu den Schlagzeilen der Neuzeit.

 

Taschenbuch für Reisende in den Harz von Friedrich Gottschalck – 1806

In diesem Buch ist über Roßla folgendes zu lesen:

Roßla, gewöhnlich Rossel, sonst ein Pfarrdorf, jetzt ein Städtchen, in der Grafschaft Stolberg, Roßla´schen Anteils, von 200 Feuerstellen und 1200 Einwohnern. Die Helme fließt dabei weg, und die Poststraße von Stolberg und Nordhausen nach Leipzig geht durch, daher auch ein Chursächsiches Postamt da ist.

In dem, an der Straße nach Bennungen gelegenen, Gasthofe, logiert man am besten.

Seit dem Jahre 1704, in welchem die Roßlasche Linie der Grafen von Stolberg entstand, ist es die Residenz derselben. Das Schloß ist von Holz erbaut und mit Wassergraben umgeben. Die gräfliche Kanzlei (Canzley), die Rentkammer, das Consistorium und das Justizamt haben hier ihren Sitz. Die Stadtkirche, worin das Erbbegräbnis der Grafen sich befindet, ist gut gebaut. Die zwei Rittersitze daselbst, gehören den Familien von Jordan und von Söhlen. Der D. Bernstein in Roßla ist Schriftsteller.

Roßla liegt schön in der goldenen Aue, einem der fruchtbarsten Striche Deutschlands; die eigentlichen Harzgebirge fangen aber ¾ Std. davon an. In der Nähe von Roßla liegt der Bauerngraben, desgleichen die beiden wüsten Bergschlösser: Rothenburg und Kyffhausen. Beide zu besteigen rathe ich jedem Reisenden an und besonders das Letztere, wegen der ganz vorzüglich schönen Aussicht.

Von der Grafschaft Stolberg besitzt die Roßlasche Linie 4 Ämter. Außerdem gehört ihr noch die Grafschaft Ortenburg in Westfalen. Der regierende Graf, Heinrich Christian Friedrich, geb. 1747, fuccedierte 1768. Er ist unvermählt und hält sich meistens in Ortenburg auf. Sein Bruder Johann Wilhelm Christoph Chursächsischer Kammerherr und Hofrat, 1768 geboren, lebt in Roßla. Er übernahm in Jahre 1776 die, schuldenhalber, von Chursachsen angeordnete, Sequestration, des Roßlaschen, während welcher er, mit Bewilligung seines Bruders völlig regiert.

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